Männergesangverein Vogelbach-Malsburg e.V.


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2015

Presse



Tenor verabschiedet

Nach 52 Jahren verabschiedet sich Otto Moos (vorne l.) aus dem MGV. Die Laudatio hielt Horst Reichl (vorne r.).

Malsburg-Marzell (sih). 52 Jahre lang sang der Ehrenvorsitzende und zweite Tenor Otto Moos im Männergesangverein Vogelbach-Malsburg (MGV). Im Rahmen des jüngsten Maikonzerts verabschiedete sich der 79-Jährige nun aus Altersgründen aus den Reihen der Aktiven.
Horst Reichl blickte in seiner Laudatio auf 20 gemeinsame Proben- und Auftrittsjahre zurück. 1963 trat Moos in den MGV ein – wie Dieter Kassa, Präsident des Untermarkgräfler Chorverbands erzählte, habe Moos davor bereits in Buggingen gesungen. In Malsburg-Marzell machte sich Moos einen Namen als stimmsicherer Sänger mit großer Probendisziplin, als fleißiger Helfer bei Arbeitseinsätzen und ab 1974 als erster Vorsitzender.
Bei seinem Amtsantritt war der MGV stark geschrumpft. Moos holte Dirigent Günther Enßle ins Boot, und gemeinsam führte man den Chor hinaus „aus dem Tal der Tränen“. Mit 15 Jahren Amtszeit als Vorsitzender hält Moos bis heute den Rekord beim MGV, 1989 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1998 erhielt er für sein Engagement die Ehrennadel des Landes, später folgten die goldenen Ehrennadeln des Badischen und des Deutschen Chorverbands.
Mit „All die schönen Jahre“ verabschiedete der MGV seinen Sängerkameraden. Moos selbst wünschte in seiner kurzen Rede dem Chor neue Mitglieder, den erkrankten Sängern eine rasche Genesung und verabschiedete sich mit: „Machet eso witer“.




Vielstimmiger Gesang, der die Herzen der Zuhörer öffnet
Mit ihrem Maikonzert bereiteten die Sänger des Männergesangvereins Vogelbach-Malsburg ihrem Publikum mehr als einen unterhaltsamen Abend.

Mit seinem Konzertabend in der Stockberghalle im Zeichen der Liebe kam der Männerchor Vogelbach-Malsburg bestens beim Publikum an.

MALSBURG-MARZELL (sil). Mit ihrem Maikonzert bereiteten die Sänger des Männergesangvereins Vogelbach-Malsburg ihrem Publikum mehr als einen unterhaltsamen Abend – sie öffneten auch die Herzen vieler Zuhörer. Unter Günther Enßles inspirierter musikalischer Leitung meisterte die große Sängerschar nicht nur sämtliche möglichen Klippen ihres umfangreichen Repertoires, sie führte auch das Publikum in der bis zum letzten Platz gefüllten Stockberghalle über das reine Konsumieren schön intonierter Melodien hinaus.Immer wieder forderte Enßle die Zuhörer zum Mitsingen und Mitklatschen auf und nahm ihnen so die Scheu davor, möglicherweise zu stören. Das Ergebnis: Je später der Abend wurde, umso mehr kam der wärmende Zauber des gemeinsamen Gesangs zum Tragen – zumal es eine weitaus größere Halle voller Mitsänger gebraucht hätte, um den stimmgewaltigen Chor auf der Bühne zu übertönen. "Menschen lieben sich, sie lieben ihre Heimat, ihre Tradition und ihre Sprache", hatte Dirigent Enßle im Vorfeld des traditionellen Maikonzerts festgestellt. Und so widmeten sich der Männerchor und die Gäste vom gemischten Chor Riedlingen an diesem Abend ganz der deutschsprachigen Chorliteratur im Zeichen der Liebe. Da die Liebe immer schon die Gemüter bewegt hat, reichte das Repertoire der beiden Chöre denn auch vom Maienlied aus dem 16. Jahrhundert bis hin zu Songs von Peter Maffay und Reinhard Mey.
Vom ersten Ton des Eröffnungslieds "Seid gegrüßt" an bewies der Männerchor große Präsenz, Fülle und Frische. Saubere Intonation, saubere Einsätze und gute Dynamik, all das präsentiert mit einem Lächeln und weitgehend frei vom starren Blick aufs Notenblatt, machten das Zuhören zum Vergnügen. Bei etlichen Liedern brachte Gergana Schneider mit ihrer Klavierbegleitung ein weiteres schwungvolles Element mit ein.Immer wieder erhoben kleinere Sängergruppen, unterlegt durch weichen Vokalisengesang, ihre Stimmen, etwa beim traditionellen Trinklied "Fröhliche Welt" mit seinen anspruchsvollen Wechseln aus Neunachtel- und Viervierteltakt. Beim "Alpengruß" wiederum schlug die Stunde der Tenöre, deren helle Parts der gesamte Chor effektvoll aufnahm. Dann wieder begleitete das Publikum klatschend und stampfend Irving Berlins dynamisch-swingendes "Spiel mir eine alte Melodie" mit soviel Elan, dass Enßle trocken feststellte: "Und der Bürgermeister weiß jetzt auch: Die Halle hat feste Fundamente". Später überzeugte Enßle, als Moderator eine sprudelnde Quelle voller Gedichte, Sprüche und Sängerwitze, mit seinem klaren, gefühlvollem Baritonsolo bei "Zauber der Heimat". Heimatlich wurde es auch bei Geni Kreders "Lütschebachlied", hier schunkelte die ganze Halle mit.Mit ausgeprägter Dynamik bei "Vive l’ amour" griff der gemischte Chor Riedlingen das Motto des Konzerts auf und besang den Wonnemonat mit dem fröhlichen "Der Frühling ist da" und dem alten Liebeslied "Wie schön blüht uns der Maien".Später interpretieren die Sänger und Sängerinnen unter Birte Niemanns Leitung weich wogend und mit viel Gefühl "Die kleine Bergkirche", widmeten sich mit bewusst zurückgenommener Lautstärke dem lyrischen "Freunde der Nacht" und mit großer Dynamik Reinhard Meys mitreißendem "Freunde, lasst uns trinken". Mit der Zugabe "Lebwohl, ihr Freunde" verabschiedete sich der Chor aus dem Feuerbachtal.Die Sänger aus dem oberen Kandertal samt ihrer Mitsänger in der Halle wiederum weckten nach großem Applaus nochmals romantische Gefühle mit der Zugabe des "Bajazzo", bis sie sich mit der melodischen, doch bestimmten Ansage "S’ ist Feierabend" verabschiedeten.



Stefan Wetzel löst Vorsitzenden Markus Schleith ab


Wechsel im Vorstand beim Männergesangverein Vogelbach-Malsburg: Markus Schleith schied als Vorsitzender aus, Stefan Wetzel wurde sein Nachfolger (Erster und Dritter von links). Verantwortung tragen außerdem (von links) Horst Reichl, Sebastian Schleith, Reinhard Winkler, Felix Wettstein, Walter Osswald, Günther Enßle (Dirigent) und Hans Wechlin.
Foto: Regina Ounas-Kräusel


Malsburg-Marzell (ouk). Der Männergesangverein Vogelbach-Malsburg hat einen neuen Vorsitzenden. Markus Schleith, der den Verein zehn Jahre lang geführt hatte, stellte sich bei der Mitgliederversammlung im Malsburger „Hirschen“ nicht mehr zur Wahl. Die Versammlung wählte Stefan Wetzel einstimmig als Nachfolger.
Zufrieden blickten die Sänger auf das Jahr 2014 zurück, in dem sie das 90-jährige Bestehen gefeiert haben. Als „tollen Erfolg“ bezeichnete Markus Schleith das Fest. Mit Festbankett, Volksmusikkonzert, SWR-Dance-Night und Motorsägen-Tombola hatte der Männergesangverein im August drei Tage lang gefeiert. Er dankte allen, die zum Erfolg beitgeragen hatten – vor allem den 237 Helfern aus den Vereinen und der Bevölkerung sowie den Spendern. Ihnen sei es zu verdanken, dass man das Jahr 2014 mit einem Plus in der Kasse abschließen konnte, obwohl man hohe Ausgaben hatte, berichtete Kassierer Walter Osswald.
Einen Teil aus dem Erlös spendete der Verein für soziale Zwecke – für die Jugendarbeit des Sportvereins Malsburg, auf dessen Platz das Fest stattfand, für das Berghaus Johannes und den Kaffeeverein Dikome. Bürgermeister Gerd Schweinlin dankte dem Verein für das „super organisierte Fest“ sowie auch für das Mitwirken in der Gemeinde.
Dirigent Günther Enßle kündigte an, dass er mit der Gemeinde und mit dem Kindergarten Kontakt aufnehmen wolle, um Sängernachwuchs heranzuziehen.
Mit lobenden Worten verabschiedete der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Winkler den scheidenden Vorsitzenden Markus Schleith. Schleith besitze ein hohes Maß an Teamfähigkeit, sagte er. Der neue Vorsitzende Stefan Wetzel, seit 2008 im Verein, sagte, er wolle Verantwortung übernehmen: „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen.“
Wahlen: Stefan Wetzel (Vorsitzender, für Markus Schleith), Sebastian Schleith (Aktivbeisitzer, für Stefan Wetzel), Walter Osswald (Kassierer).
Mitglieder: 162, davon 26 Aktive zwischen 19 und 85 Jahre
Termine: Maikonzert in der Stockberghalle (30. Mai), Platzkonzert in Vogelbach (11. Juli), Konzertreise nach Bayern im Oktober.
Kontakt: www.mgv-vogelbach-malsburg.de


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