Männergesangverein Vogelbach-Malsburg e.V.


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2016

Presse



Ein Abend im Zeichen der Besinnung

Alle zwei Jahre im November widmet sich der Männergesangverein Vogelbach-Malsburg den stilleren Tönen.



Der Männergesangverein Vogelbach-Malsburg bescherte seinem Publikum in der St. Nikolauskirche einen schönen, besinnlichen Konzertabend.


MALSBURG-MARZELL. Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten . . . " Mit Rainer Maria Rilkes Herbstgedicht eröffnete Dirigent Günther Enßle einen Konzertabend im Zeichen der Besinnung. Alle zwei Jahre im November widmet sich der Männergesangverein Vogelbach-Malsburg den stilleren Tönen, so auch am vergangenen Toten- beziehungsweise Ewigkeitssonntag. Es ist nicht leicht, ein Publikum mit einem Abend voller ruhiger Liedern zu begeistern, doch dem Chor gelang dies mit Bravour.
Mit leichter Hand und schönen Stimmen vermittelten die Sänger ihren in großer Zahl erschienenen Zuhörern die besondere Atmosphäre des dunklen Jahresendes.Unter dem Sternenhimmel und begleitet von Käuzchenrufen führte der Weg der Zuhörer durch die Nacht hin zur Vogelbacher St. Nikolauskirche. Und nachdem der letzte Glockenschlag verhallt war, griff das erste Lied "Die Kapelle" genau diese Stimmung auf. Präsent ab dem ersten Ton interpretierte der stattliche Chor andachtsvoll und melodisch Conradin Kreutzers Komposition aus dem späten 17.Jahrhundert und füllte zu den Liedzeilen "die Andacht hebt sich zum Herrn empor" das Kirchenschiff mit strahlendem Crescendo.

Mit guter Dynamik und Intonation, homogenem Klang, klarer Aussprache und viel Gefühl machte der Männerchor wieder einmal das Zuhören zum Vergnügen. Die geschickte Auswahl der Lieder sorgte zudem dafür, dass sich die Waagschale der Gefühle niemals zu tief herab senkte. Und so es ging nach dem Eröffnungslied leicht und beschwingt weiter mit "Halleluja, sing’ ein Lied" , dem Siegertitel des European Song Contest 1979. Hier brachte Gergana Schneiders souveränes Klavierspiel noch mehr Schwung in die fröhliche Hymne an die Schönheit der Schöpfung. Zwischen den Liedbeiträgen las Dirigent Enßle aus zum Ewigkeitssonntag passenden Texten von Konfuzius bis Udo Lindenberg.Immer wieder gab er auch einzelnen oder ausgewählten Stimmen Raum. So sang ein Quintett das muntere Volkslied "Wenn I morgens früh aufsteh’"; später intonierten neun Männer mit beachtlichem Stimmvolumen "Wir alle sind Engel füreinander". Mit "Zeit ist ein Geschenk" aus dem 17.Jahrhundert, gab Branko Kovacic mit warmer Baritonstimme ein gefühlvolles Solo. Bald darauf widmete sich Solist Markus Kern, weich umrahmt vom summenden Chor, mit viel Seele in der Tenorstimme dem Spiritual "O Herr, welch ein Morgen". Auch der Dirigent besang mit schönem Bariton "Dona Maria" beim eingängigen brasilianischen Klassiker von Herivelto Martins. Bei einem Konzertabend, der deutschsprachiger besinnliche Chorliteratur gewidmet ist, darf Amanda Mc Brooms "Die Rose" nicht fehlen, und mit weich wogendem Klang widmete sich der Chor denn auch diesem Lied über die Hoffnung.Wie es beim MGV Vogelbach-Malsburg Tradition ist, wurde auch diesmal das Publikum vom Konsumenten zum Akteur. Dirigent Enßle leitete die Zuhörer zur Körperpercussion an – wie sich zeigte, gehörte der Rhythmus zum folgenden, von Chor und Publikum gemeinsam gesungenen Kanon "Bruder Jakob". Auch in das Wiegenlied "Weißt Du, wie viel Sternlein stehen", untermalt durch Schneiders Orgelspiel, stimmten viele der Zuhörer gern ein. Zum Konzertabschluss gaben die Sänger mit "Möge die Straße uns zusammen führen" allen Anwesenden melodiöse irische Segenswünsche mit auf den Heimweg, auch wenn man dabei "über sieben Brücken" gehen musste – mit dieser Zugabe verabschiedete sich der Chor nach großem langem Applaus.



Vielstimmige Lehrstunde
Der Männerchor Vogelbach-Malsburg regt zum Mitsingen an.


Dirigent Günther Enßle (l.) gestaltete beim Platzkonzert im Käsacker mit den Sängern vom Männergesangverein Vogelbach-Malsburg wieder ein unterhaltsames Programm.

MALSBURG-MARZELL: Vorsitzender Stefan Wetzel vom Männergesangverein Vogelbach-Malsburg freute sich bei der Begrüßung natürlich ganz besonders über die zahlreichen Besucher beim diesjährigen Platzkonzert des Chors im Käsacker, ist er doch selbst Einwohner des kleinsten Ortsteils der Berggemeinde. Wiederum durfte man bei Ehrenmitglied Fritz Weltin und seiner Familie zu Gast sein. Schopf und Garagen sowie auch das eigens aufgebaute Zelt waren gut gefüllt, als die Vogelbach-Malsburger Sänger mit dem Lied "Willkommen" das Programm eröffneten.
Mit mehreren stimmungsvollen Auftritten bis gegen Mitternacht begeisterten die Sänger ihre Gäste. Dafür, dass die Gäste des Platzkonzerts nicht im Status passiver Zuhörer verblieben, sorgten vor allem Dirigent Günther Enßle und Markus Kern als Begleiter auf der Gitarre: Dank des vorbereiteten Liedblatts folgten die Gäste gerne den Aufrufen zum Mitsingen, so wurden mit viel Begeisterung Hebels "Schwarzwälder im Breisgau" und "Jenseits des Tales", aber auch vertraute Schlager, geschmettert.
Eine kleine Lehrstunde in Sachen Chorgesang erhielten die Gäste beim Lied "Pferde zu vieren traben": Hier demonstrierten Dirigent und Sänger die Aufgaben der vier Stimmgruppen eines Chors bis hin zum abschließenden klangschönen vierstimmigen Gesang. Besonders, so Stefan Wetzel, freue man sich darüber, dass stets auch viele Gäste von außerhalb den Weg zu den Platzkonzerten des Chors fänden. Er wies bereits auf das Konzert im November in der Vogelbacher Kirche hin.




Stützen des Chorgesangs
Ehrung beim Frühjahrskonzert des Männergesangvereins.


Vorsitzender Stefan Wetzel und Dirigent Günther Enßle mit den geehrten Mitgliedern: v.l. Vorsitzender Wetzel, Kurt Brunner, Georg Scheidler, der als Aktiver verabschiedet wurde, Bürgermeister Gerd Schweinlin, Günter Rügert, Dirigent Enßle, Rolf Senger und Walter Vollmer.

MALSBURG-MARZELL (kn). Das erfolgreiche Maikonzert des Männergesangvereins Vogelbach-Malsburg in der Marzeller Stockberghalle bot den Verantwortlichen des Traditionsvereins auch den würdigen Rahmen für die Ehrung verdienter Mitglieder: An erster Stelle zu nennen ist Georg Scheidler, der nach mehr als 30-jähriger Zugehörigkeit zum Chor vom Vorsitzenden Stefan Wetzel und Dirigent Günther Enßle nun in den sängerischen "Ruhestand" verabschiedet wurde. Der überall nur als "Schori" Bekannte wohnt seit einiger Zeit mit Frau Annegret in Tegernau, war aber schon als junger Mann ins Kandertal gekommen, wo er auch lange Jahre in den Kliniken beschäftigt war. Ursprünglich stammt er aus dem Fichtelgebirge. Nicht zuletzt Dirigent Günther Enßle und auch einige Arbeitskollegen konnten ihn für den Chorgesang begeistern. Über 30 Jahre war der Tenorsänger eine Stütze des Chors und gab auch als Solist bei Konzerten und auf einer CD des Chors Beweise seines sängerischen Könnens. Georg Scheidler selbst bedauerte sehr, dass er nun aus gesundheitlichen Gründen aus dem Kreis der aktiven Sängerkameraden ausscheiden müsse.
Weiter konnten für 25-jährige Vereinszugehörigkeit Bürgermeister Gerd Schweinlin und Günter Rügert (Riedlingen) geehrt werden, sogar 40 Jahre sind Kurt Brunner, Walter Vollmer und Rolf Senger (Sitzenkirch und Vollmerhöfe) treue Vereinsmitglieder. Alle drei "Vierziger" wurden vor beinahe exakt 40 Jahren bei einem Konzertanlass vom langjährigen Vorsitzenden Otto Moos zum Vereinseintritt bewegt, wie sie sich erinnerten. Sogar 60 Jahre Mitglied ist Heinz Brombacher aus Malsburg. Er konnte nicht kommen, die ihm zugedachte Ehrung soll nachgeholt werden.



Facettenreiche Feier des Chorgesangs

Der Männergesangverein Vogelbach-Malsburg bot beste Unterhaltung zusammen mit den Gesangvereinen aus Egringen und Holzen.


Beim Maikonzert des Männerchors Vogelbach-Malsburg fand Sebastian Schleiths Solo-Auftritt besonders großen Anklang.

MALSBURG-MARZELL. Jedes Jahr im Mai wird die Stockberghalle in Marzell zum großen Treffpunkt vieler Freunde harmonischen Chorgesangs. Dann, wenn der Männergesangverein Vogelbach-Malsburg zum Frühjahrskonzert einlädt. Am Samstag erlebte es seine bereits 30. Auflage. In der buchstäblich bis auf den letzten Platz gefüllten Halle wurde den zahlreichen Gästen ein stimmungsvoller und musikalisch eindrucksvoller Konzertabend geboten.
Viele Zuhörer hatten eine weitere Anreise auf sich genommen, viele sind auch Stammgäste. Der gastgebende Männerchor unter Günther Enßle und der auch von der Besetzung her beeindruckende "Gesamtchor" der beiden Gastvereine unter der Leitung von Birgit Lehmann, des Gesangvereins Egringen und des Gesangvereins "Liederkranz" Holzen, zeigten bei ihren Auftritten meisterlich den Facettenreichtum des heutigen Chorgesangs auf.
Dirigent Enßle verstehe es immer wieder aufs Neue, seine Sängerschar für derartige Auftritte zu motivieren und den Chor zu einer harmonischen Einheit werden zu lassen, hob der MGV-Vorsitzende Stefan Wetzel hervor. Gefühlvoll besang der Männergesangverein zunächst den Frühling, der nun auch im Oberen Kandertal Einzug gehalten hat, und beleuchtete stimmlich eindrucksvoll die Facetten des großen Themas "Liebe" – einmal humorvoll nach einem Text von Peter Rosegger, durchaus mit der erforderlichen Dynamik in der Volksweise "Kein Feuer, keine Kohle", mit einem Schuss Alpenromantik in Hubert von Goiserns "Weit, weit weg" und mit der Frage "Kann man Frauen trauen?" bei Hans Unterweger. Sebastian Schleith war hier als Solist gefragt und bestand diese Herausforderung glänzend. Günther Enßle führte als Moderator gekonnt und natürlich in bestem Alemannisch durch den Abend.
Eine stimmgewaltige Formation, für die der Bühnenraum kaum ausreichte, waren die Gesangvereine aus Holzen und Egringen. Die Damen glossierten zunächst die irrtümliche Ankündigung des Auftritts als Männerchor. Mit acht Liedvorträgen bei zwei Auftritten zeigten sie dann im Bunde mit den Herren, welchen Klangreichtum ein gemischter Chor zu bieten hat. Die beeindruckende Chorgemeinschaft mit erfreulich vielen jungen Sängerinnen und Sängern wurde von Werner Schenk, schon Jahrzehnte mit dem Gesangverein Holzen verbunden, am Klavier begleitet. Ausgezeichnet verstand es Birgit Lehman, das Temperament ihrer Sängerschar zu wecken, so bei den Liedern vom afrikanischen Kontinent, die viel Zungenfertigkeit erforderten. Beeindruckend klangschön erklang ein Lied der großen italienischen Sängerin Milva, das "Gloria" erlebte man in einer besonders eindrucksvollen Interpretation. Gerne gaben die Sänger die stürmisch geforderte Zugabe.
Mit einer leeren Bühne, gedacht als Hinweis auf die schmerzlich empfundenen Probleme vieler Chöre, ging es dann wieder mit dem Männerchor weiter. In zunächst kleinerer Formation, doch mit gewohnt sorgfältiger Intonation erklang die Volksweise "Auf die Berge", die gereimte Liebeserklärung von Werner Richter ans "Markgräfler Ländli" hatte mit Dieter Zeh sogar ein Musiker in Töne umgesetzt, der seine Jugend in Marzell verbracht hat. Mit souveräner Präsenz – nun wieder mit dem Gesamtchor – folgte klanggewaltig "La Montanara" (Solo Markus Kern). Über die dann folgenden Ehrungen berichten wir noch.
Zum Schluss zog der Chor nochmals alle Register. In der Bearbeitung von Pasquale Thibaut erklang der Evergreen "Was kann schöner sein", das Publikum machte Bekanntschaft mit "Spanischen Nächten", der "Sehnsucht nach Virginia" und dem Tessiner Volkslied "Pferde zu Vieren traben". Eine wertvolle Bereicherung war bei dieser Auftrittsfolge, bei der Günther Enßle sogar zum Tanzen aufforderte, der junge Niklas Malluschke als Begleiter am Klavier. Begeistertem Applaus folgte ein kleines Wunschkonzert von Zugaben, dabei natürlich auch der "Bajazzo". Dass nach dem offiziellen Konzertende im Saal noch manches Lied erklang, gehört wie selbstverständlich zu einem Konzert der Vogelbach-Malsburger.



„In Freud und Leid zum Lied bereit“









Bestens gestimmt präsentieren sich die wieder- oder neugewählten Mitglieder des Vorstands des Männergesangvereins Vogelbach-Malsburg: (v.l.) Passivbeisitzer Hans Wechlin, Kassenprüfer Dr. Hubertus Wildi, der zweite Vorsitzende Reinhard Winkler und Schriftführer Horst Reichl mit dem Vorsitzenden Stefan Wetzel und dem Dirigenten Günther Enßle. Foto: Rolf-Dieter Kanmacher

Auch im Jahr nach dem Jubiläumsfest zeigt der Männergesangverein Vogelbach-Malsburg keinerlei Ermüdungserscheinungen: Eine überaus positive Bilanz des zurückliegenden Vereinsjahrs zogen die Verantwortlichen bei der Hauptversammlung im Gasthaus „Kranz“.
Malsburg-Marzell. Viel Lob gab es für den jungen Vorsitzenden Stefan Wetzel, der in der Nachfolge von Markus Schleith seit einem Jahr den Traditionsverein leitet.
Als „unverzichtbaren Teil des dörflichen Kulturlebens“ wü
rdigte Bürgermeister Gerd Schweinlin den Männerchor und bescheinigte Stefan Wetzel, ein „tolles Jahr“ als Debütant in der Vereinsführung. Allgemeine Zufriedenheit aber auch der Wille, die Vereinsarbeit erfolgreich fortzuentwickeln, zeichneten übereinstimmend die Berichte aus, nachdem die Besucher zunächst mit Liedvorträgen, ein Vortrag war den verstorbenen Mitgliedern gewidmet, auf die Versammlung eingestimmt worden waren.
In der Folge ließen Vorsitzender Stefan Wetzel, Schriftführer Horst Reichl und Dirigent Günther Enßle das zurückliegende Vereinsjahr in ihren Berichten ausführlich Revue passieren. Übereinstimmend wurde das Jahreskonzert im Mai, für das man sich wieder gründlich bei einem Probenwochenende im Wiesental vorbereitet hatte, als musikalischer Höhepunkt im Jahresablauf 2015 bezeichnet.
Auch das gelungene Platzkonzert in Vogelbach, ein vom unverzichtbaren Förderer Hans Wechlin gesponserter Ausflug zum Pfänder und natürlich viele ansprechende Auftritte in- und außerhalb der Gemeinde – auch bei kirchlichen und gemeindlichen Anlässen und Ständchen – wurden in Erinnerung gerufen.
In seinem mit Anekdoten aus dem Sängerjahr gewürzten Rückblick berichtete Horst Reichl auch von einem Premierenauftritt bei Mc Donalds, mit „Humor und originellen Ideen“ habe man besonders bei auswärtigen Auftritten Erfolge erzielt. Insgesamt zählte man mehr als 80 Anlässe, bei denen zumindest der Einsatz von Teilen der Chorbesetzung gefordert gewesen war.
Dies war für Dirigent Günther Enßle Grund genug, seinen derzeit 26 Aktiven für deren großes Engagement zu danken. Der Dirigent, dessen hohen Einsatz gleich mehrere Redner hervorhoben, stellte seinen Rückblick unter das Motto „In Freud und Leid zum Lied bereit!“ Zielgerichtet wolle man sich auch weiterhin alle Facetten der heutigen Chorliteratur erarbeiten, die „Freude am Singen“ in der Gemeinschaft zu erhalten, sei ein weiteres vorrangiges Ziel. Im Blick auf das bevorstehende Jahreskonzert und weitere Anlässe wird an einen „Projektchor“ gedacht.
Erfreulich fiel auch die Bilanz von Kassierer Walter Osswald aus: Die Kasse sei hervorragend geführt und der Verein stehe auf gesunden Füßen, meinte auch Thomas Frick, der zusammen mit Felix Wettstein die Kasse geprüft hatte.
Bei den Neuwahlen erhielten die bisherigen Amtsinhaber einen einmütigen Vertrauensbeweis. Wiedergewählt wurden der zweite Vorsitzende Reinhard Winkler, Schriftführer Horst Reichl und Passivbeisitzer Hans Wechlin, neuer Kassenprüfer ist Dr. Hubertus Wildi. Die harmonische Zusammenarbeit, auf die man auch weiterhin baue, unterstrich Pfarrerin Susanne Roßkopf.




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