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Vereinsgründung 1924-
„Am Ende des Jahres 1923 fanden sich einige Gesangsfreunde zusammen aus Vogelbach und Malsburg und gründeten unter Leitung von Herrn Hauptlehrer Diehm den Gesangverein Vogelbach-
Somit ist das Jahr 1924 das maßgebliche Jahr in dem unser Verein in der Öffentlichkeit zu leben begann: Das Geburtsjahr.
Die Gründungsmitglieder verschrieben sich ausdrücklich „dem hehren Zweck … das deutsche Lied zu pflegen" aber eben auch und ganz pragmatisch, dass „der Gesang die Mitglieder zu geselligem Beisammensein vereinen soll."
Dass auch Musikstunden eingerichtet wurden, um den „Mitgliedern Gelegenheit zu geben, gesangliche Aufgaben befriedigend zu lösen", versteht sich von selbst.
Es steht außer Zweifel, dass die Gründungsversammlung von großer Ernsthaftigkeit beseelt war und niemand an dem Erfolg der Vereinsgründung auch nur den kleinsten Zweifel hatte, denn Protokollführer war der seinerzeitige Bürgermeister Wilhelm Schäfer. Vereinsvorstand wurde Gustav Brombacher aus Vogelbach.
Was sonst geschah – aus der Chronik:
Der genaue Tag der Vereinsgründung und das Gründungslokal sind nicht in der Chronik festgehalten, wohl aber sind alle Gründungsmitglieder bekannt, die bei dem Gründungsakt versammelt waren und das Geschehen mit ihrer Unterschrift beurkundeten.
Erster offizieller Auftritt war an Ostern 1924 in der Kirche in Vogelbach mit dem Choral „Macht die Tore weit" von Heinrich Lützel. Schon bald darauf, am 25. Mai 1924 hatte der Chor seinen ersten auswärtigen Auftritt in Wies. Zahlreiche weitere Auftritte folgten im Gründungsjahr.
Bereits 1925 beantragte der Verein die Aufnahme in den Untermarkgräfler Sängerbund (UMSB) und in den Badischen Sängerbund (BSB). Die Aufnahme erfolgte zum 10. Oktober 1925 unter Verleihung eines Diploms.
Beschwerlich waren damals die Fahrten zu den Auftritten: Das gängige Fortbewegungsmittel war ein Lkw, ohne Verdeck, auf dessen Pritsche Bänke aufgestellt wurden. Die Seitenwände wurden erhöht, so dass keiner der Sänger verloren gehen konnte.
Bei prächtigem Wetter feierte der Verein am 21. Juli 1929 seine Fahnenweihe, das bedeutendste Ereignis für den noch jungen Verein. Die Fahne wurde nach seinen Vorstellungen hergestellt. Sie ist also ein Unikat und kennzeichnet den Verein als Gemeinschaft und zeigt jedermann das Vereinsmotto an:
„In Freud und Leid zum Lied bereit"
Die Originalfahne ist immer noch im Besitz des Vereins und ist im Rathaus der Gemeinde ausgestellt. Sie wird nur bei bestimmten Anlässen mitgeführt. Fahnenträger sind traditionell nur verdiente, mit dem Zeremoniell vertraute aktive Sänger.
Extra für dieses Ereignis angeschafft wurde die „Deutsche Sängermütze": „Die Mütze bleibt Eigentum des Vereins und wird eine Mütze beschädigt oder gerät in Verlust, so ist sie vom Betreffenden zu ersetzen", so die Verpflichtung der Sänger gegenüber dem Verein. Leider gibt es von den Mützen nicht mehr allzu viele.
Das Fest selbst wurde schon morgens um fünf Uhr mit Böllerschüssen eingeleitet. Mit Gottesdienst und Gang zum Kriegerdenkmal ging es weiter, stets begleitet von der noch verhüllten Fahne. Festjungfrauen gaben dem Zug ihr Geleit. Erst am Nachmittag, nach der Festrede von Pfarrer Glock, wurde die Fahne enthüllt. Patenvereine waren die Gesangvereine Kaltenbach und Marzell (aus denen später die Chorgemeinschaft Malsburg -
Zitat aus der Chronik: „Auch am Montag gab es Volksbelustigung und Tanz. Das war die erste Fahnenweihe seit Menschengedenken im Ort Vogelbach. Mühe und Arbeit haben jetzt dem Verein eine Fahne gebracht und diese soll Einigkeit und Treue dem Verein als Vorbild zusichern."
Bei einem Wettsingen in Neuenburg wurde 1930 vom jungen Chor als kleinstem der teilnehmenden Vereine mit einer Punktzahl von 58 ½ Punkten ein 1. Preis ersungen.
Für das Jahr 1931 ist zu bemerken, dass der Verein eine eigene Reisekasse gründete, die Eugen Asal betreute. Ob daraus schon der Vereinsausflug mit dem Pferdefuhrwerk von Emil Giesin nach der Sirnitz finanziert wurde, ist nicht bekannt.
Beim Wettsingen in Kandern erreichte der Verein mit dem Lied „Ach du klarblauer Himmel und wie schön bist du heut" mit 98 Punkten wiederum einen 1. Preis.
Die Zeiten wurden zusehends schlechter. Hatte schon die Weihnachtsfeier 1932 unter den schlechten Umständen zu leiden, so konnten im ganzen Jahr 1932 aus gleichem Grund keine Veranstaltungen durchgeführt werden, lediglich ein Ausflug zu Fuß zum Kurhaus Stalten bei Endenburg soll stattgefunden haben.
Schon 1933 machte sich das Ungute bemerkbar und selbst vor den Gesangvereinen keinen Halt: Zum Abschluss der Spätjahrestagung des Untermarkgräfler Sängerbundes im Hirschen in Malsburg wurde neben dem Deutschlandlied bereits die Hymne der Nationalsozialisten, das „Horst-
Auf der nationalen Sängerkundgebung in Müllheim wurden alle Vereinsführer auf ihre nationale Gesinnung verpflichtet.
Wie schon die Jahre vorher, beklagt der Chronist auch im Jahr 1935 den schwachen Besuch der Generalversammlung. Bei dieser Versammlung legte der langjährige Vorstand Ernst Oswald sein Amt nieder. Ernst Jurd wurde zum Vorstand gewählt.
Höhepunkt dieses Vereinsjahres war der Besuch des 11. Bundessängerfestes in Karlsruhe, das bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.
Schon in diesen Vorkriegsjahren wurde die Bevölkerung in die Pflicht genommen, musste doch der Gesangverein auf Anordnung des Badischen Sängerbundes für das Winterhilfswerk 50 Plaketten verkaufen und dem ortsbeauftragten des Winterhilfswerkes 10,-
Am 26. August 1939, dem Tag der Mobilmachung, wurden die Sänger Eugen Asal, Vereinsrechner, Eugen Wagner, Vereinsführer, Wilhelm Schäfer, Vereinsschriftführer, Ernst Wagner, Ernst Jurd und Dirigent Karl Lehmann zur Wehrmacht eingezogen. Zwar wurden die Eingezogenen altershalber größtenteils zum Jahreswechsel wieder entlassen, jedoch wurden an ihrer statt bereits im Frühjahr 1940 jüngere Sänger eingezogen: Ernst Dreher, Ernst Vollmer, Ernst Vollmer jun., Willi Vollmer, Eugen Vollmer, Fritz Oßwald, Hans Oßwald und Fritz Meier.
Dadurch trat Stillstand im aktiven Vereinsleben ein. Man wollte diesem dadurch begegnen, dass man einen gemischten Chor gründete. Auf Einladung von Vereinsvorstand Wagner kamen Sängerinnen aus Vogelbach und Malsburg-
Einige gemeinsame Auftritte erfolgten noch im Jahr 1940, dann hatte der Verein ob der Kriegswirren seine Tätigkeit bis ins Jahr 1947 eingestellt.
1947-
Im Sommer 1947 wurde der Chor durch ehemalige aktive Sänger und jüngere Gesangsfreunde erneut zum Leben erweckt und am ersten Weihnachtstag ist der Verein nach über 7-
Schon zuvor, am 03. Dezember 1947 wurde die Eintragung des Vereins als Gesangverein Malsburg-
Bei den ersten Proben im Jahr 1947 musste noch um das vereinseigene Harmonium herumgestanden werden, weil es keine Sitzgelegenheiten gab. Da dies auf Dauer zu beschwerlich war, hat sich schließlich jeder Sänger selbst einen Holzklappstuhl gekauft und fortan konnte auch bequemer geprobt und gesungen werden.
Ende 1947 hatte der Verein wieder 25 aktive Sänger.
In besonderen Situationen bewiesen die Sänger, dass sie nicht nur Singen konnten. Sie verfügen bis in die heutige Zeit über so nützliche Eigenschaften wie Organisationstalent, einen gewissen Hang zum Pragmatismus und Zielstrebigkeit. Als Beleg dafür sei die erste Generalversammlung nach dem Kriege genannt: Weil man vor der Währungsreform fürs Geld nichts bekam, was Leib und Magen stärken konnte, mussten sich die Sänger etwas einfallen lassen. Kurzerhand haben die Sänger Ernst Jurd, Eugen Asal, Ernst Osswald und Kurt Schleith gehandelt. Jeder hatte 2 Ster Holz gemacht, die nach Bamlach gefahren und dort gegen ein Fass Wein eingetauscht wurden. Gustav Brombacher, der über ein Motorrad verfügte, versprach die Versammlung mit Heringen zu versorgen. Woher die kamen, darüber schweigt sich die Chronik aus. Der Vereinswirt im Maien in Vogelbach stellte das Lokal zur Verfügung und die Maienwirtin hatte frisches Brot gebacken. Sogar einige von den vielbesungenen „Vogelbacher Maideli" waren da. Die sollten die Heringe putzen. Jedoch kam Gustav Brombacher erst nach der Versammlung mit den Heringen, so dass man die zwischenzeitlich heimgegangen „Küchenhilfen" wieder zurückholen musste.
Am 20. Februar 1949 feierte man im Gasthaus Kranz trotz aller Widrigkeiten und in einem angemessenen Rahmen das 25-
Schon 1951 unternahm der Verein seinen ersten Ausflug in die Schweiz. Für alle Beteiligte war das ein Stück Rückkehr in die Normalität nach dem Krieg und für manche ein unvergessener erster Ausflug ins Ausland.
Längere Zeit musste der Chor auf seinen erfolgreichen Dirigenten Meinzer, der ernsthaft erkrankt war, verzichten. Sein Vertreter, Hauptlehrer Kern aus Weil am Rhein, vermittelte schließlich noch im gleichen Jahr den ersten gemeinsamen Auftritt mit einem Streichorchester.
Wieder unter Leitung von Dirigent Meinzer veranstaltete der Chor am 8. März 1953 ein anspruchsvolles Schubert-
Am 25. August 1958 wurden in der Kirche in Vogelbach die ersten Rundfunkaufnahmen mit dem Chor nach dem Krieg aufgezeichnet. Die Rundfunkleute waren von den vorgetragenen Stücken begeistert: „Mein Heimatdorf, wie bist du schön" und „Ich höre Glocken läuten". Wo und wann die Aufzeichnung zur Ausstrahlung kam, ist nicht überliefert.
Bei der Generalversammlung wurde wieder die Gründung eines gemischten Chores beantragt. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen, aber nicht weiter verfolgt.
Aus Mangel an geeigneten Laienschauspielern wird 1959 erstmals im Rahmen der Weihnachtsfeier kein Theaterstück aufgeführt. Dafür veranstaltet der Verein ein Wunschkonzert. An alle Haushalte in der Gemeinde wird eine Wunschliste mit 40 Liedern zur Auswahl verteilt. Daraus wurden schließlich 33 Lieder ausgewählt, die am 6. Februar 1960 im Hirschensaal aufgeführt werden. Ein großer Erfolg.
Erstmalig findet keine Weihnachtsfeier statt. Statt dessen gab der Chor am 4. Dezember 1960 sein erstes Kirchenkonzert.
Im Juni des Jahres 1961 verstarb Gründungsvorstand Gustav Brombacher.
In seiner langen Geschichte gab der Verein nur einmal seine Unparteilichkeit auf, am 29. Juli 1961, als man „zur Verstärkung der Zuhörerschaft" in den Maien nach Vogelbach zog, wo Arbeitsminister a.D. Hollwegler bei einer Parteiveranstaltung auftrat.
Ende 1964 musste Richard Bürgelin aus gesundheitlichen Gründen als Vorstand des Vereines zurücktreten. Er hat den Verein mit seiner ruhigen und großzügigen Art über Jahre unterstützt und manchem Sänger werden die Fahrten im Viehanhänger, in dem sie von Richard Bürgelin zu Auftritten übers Land transportiert wurden, unvergessen bleiben.
Im Jahr 1969 stießen endlich wieder einige junge Sänger zum Verein.
1970-
Am 28. September 1970 zog der Verein mit seinem Eigentum – Klavier, Notenbestand, Fahne und Stühle – aus dem Schulhaus Vogelbach in den Rathaussaal nach Malsburg um. Von da an (bis 1996) wurden die Singstunden im Rathaussaal abgehalten.
Immer wieder, so auch im Jahr 1971, beklagten die Sänger den schlechten Besuch von Vereinsveranstaltungen. Im Hirschen wurde am 15. Mai 1971 ein Liederabend veranstaltet, umrahmt vom Musikverein Malsburg und einem Mundartstück, aufgeführt von der Laienspielgruppe Malsburg. Dazu vermerkt Schriftführer Schäfer damals kritisch: „...es ist zu bedauern, dass der Verein für die großen Vorbereitungen durch den schlechten Besuch keinen Dank erhielt."
An der Generalversammlung am 3. März 1973 wurde wieder einmal ein Zusammenschluss der Gesangvereine im hinteren Kandertal diskutiert. Die durch Dirigent Meinzer eingeleitete Aussprache verlief aber ohne Ergebnis.
Am 20. Oktober 1973 gab es ein weiteres Wunschkonzert. Diesmal konnte unter 25 Liedern gewählt werden und für die zur Aufführung gelangten mussten vom Wünschenden 3,-
Am 9. März 1974 wurde im Vereinslokal Maien in Vogelbach die 50. Jahreshauptversammlung abgehalten. Dabei wechselte die Vereinsführung. Otto Moos sollte für die nächsten 15 Jahre den Verein leiten. Trotz schlechter Kassenlage wurde ein Jubiläumsfest in Angriff genommen. Am 6. Oktober 1974 war es soweit. Im Malsburger Hirschensaal und in einem Zelt vor dem Hirschen, in das wegen der großen Kälte sogar eine Ölheizung eingebaut wurde, feierte man mit den Gesangvereinen Obereggenen, Sitzenkirch und Riedlingen, sowie dem Musikverein Malsburg das Jubiläum. Bürgermeister Breh hielt die Ansprache und stellte bedauernd fest, dass von den Gründungsmitgliedern gerade noch neun das Fest mitfeiern können. Adolf Meinzer, der Dirigent, wurde für seine 27-
8. März 1975 bei der Jahreshauptversammlung an einen Jüngeren.
Insgesamt wurde das Jubiläum in einem, der damaligen Stärke des Chores angepassten, kleinen und würdigen Rahmen harmonisch und erfolgreich gefeiert. Die Ehrenurkunde des Badischen Sängerbundes für 50-
Die nächsten Jahre waren von einem regen Vereinsleben mit Höhen und Tiefen geprägt.
Im Jahr 1981 gab Dirigent Adolf Meinzer gesundheitsbedingt sein Dirigentenamt nach über 30-
Im Jahr 1983 konnte ein Gründungsmitglied, Ernst Jurd aus Vogelbach, als erster im Verein sein 60-
Der Chor war in diesen Jahren stetig um Sängernachwuchs bemüht, zeitweise waren die einzelnen Stimmen so schwach besetzt, dass der Chor nicht auftreten konnte. Jedoch brachte das Jahr 1983 eine gewisse Wende, traten doch sechs Sänger auf einmal dem Verein bei.
Für das Jahr 1984 hatte der Verein beschlossen, ein dreitägiges Fest anlässlich seines 60-
Am 4. November 1984 verstarb Dirigent Siegfried Schneider plötzlich und vollkommen unerwartet. In dieser schwierigen Situation musste rasch ein neuer und kompetenter Dirigent gefunden werden, damit die von Dirigent Schneider begonnene wertvolle Aufbauarbeit fortgeführt werden konnte und um dem Chor den erforderlichen Halt zu geben. Mit Günther Enßle konnte ein solcher Mann – ein Glücksfall für den Chor – gefunden werden.
Im Jahr 1984 fanden 7 neue Sänger den Weg zum Chor. Diese gaben dem Chor die Stabilität für die nächsten Jahre.
Neue Wege wurden mit dem neuen Dirigenten, der gleichzeitig den Musikverein Tegernau als Dirigent leitete, begangen.
Zum ersten Mal wurde am 11. Mai 1985 in den Fachkliniken in Marzell ein Frühjahrskonzert gegeben. Das Konzert war ein voller Erfolg. Unter Beteiligung einer Jodler-
Im Jahr 1986 kam der Chor zu seinen ersten Plattenaufnahmen. Für die gemeinsame Schallplatte des Untermarkgräfler Sängerbundes wurde ein Stück aufgezeichnet.
Erster vielbeachteter gemeinsamer Auftritt mit der Blasmusik im gleichen Jahr in Tegernau.
Am 22. November 1987 gab der Chor das erste Kirchenkonzert in Vogelbach. Nur mit 14 Sängern wurde gesungen, Unterstützung gab es aber von einer Bläsergruppe des Musikvereins aus Tegernau. Bereits damals ein erfolgreicher Auftritt.
Vom 20.-
Bei der Generalversammlung 1989 wurde Otto Moos, langjähriger Vorstand und damals dienstältester Malsburg-
Im gleichen Jahr nahm der Chor seinen ersten Tonträger, eine im Studio besungene Tonbandkassette mit 14 Liedern, auf. Wochenlanges Proben und die Feinarbeit im Studio forderten das ganze Engagement. Herausgekommen ist eine leider schon seit Jahren ausverkaufte Rarität.
Am 30. Dezember 1989 wurde mit Eugen Wagner das letzte Gründungsmitglied des Vereins zu Grabe getragen.
Im Jahr 1990 startete der Chor zu seinem bislang einzigen Gastspiel im ehemaligen Jugoslawien. Am 1.Juni 1990 ging es mit einem Bus, den Sänger Heinz Lais steuerte, nach Varazdin (heute Kroatien), der Heimat von Branko Kovacic. Neben der Mitgestaltung eines Gottesdienstes in der dortigen Franziskanerkirche, nahm man außer Konkurrenz an einem Wertungssingen teil. Trotz einer winzigen Sängerschar von nur 16 aktiven Sängern, wusste der Chor das sachkundige Publikum im Konzerthaus von Varazdin zu begeistern. Ein Ehrenpreis war der Lohn.
Doppelkonzert gemeinsam mit dem Musikverein Tegernau am Totensonntag, 25. November 1990 in der Tegernauer Laurentius-
1990 hatte der aktive Chor gerade mal noch 17 Sänger, ein bedenklicher Zustand.
Am 21. April 1991 nahm der Chor nach langer Abstinenz an einem Kritiksingen in Neuenburg teil. Dabei wurde dem Verein eine sehr gute Bewertung durch die Jury zuteil. Im gleichen Jahr trat der Verein erstmalig mit viel Erfolg bei einem Kurkonzert in Bad Bellingen auf.
Das ganze Jahr 1992 gestaltete sich schwierig, weil dem Verein die aktiven Sänger fehlten. 15 aktive Sänger standen dem Chor in 4 Stimmen zur Verfügung. Bei nur einem Neuzugang 1992, waren alle Stimmen nicht gut besetzt. Eine Werbeaktion wurde beschlossen.
1993 wurde das erste der künftig so erfolgreichen Platzkonzerte bei Fritz Weltin in Käsacker durchgeführt.
Im Jahr 1994 nahm der Chor an dem denkwürdigen Chorfest „Singende Regio Basilensis" in Schliengen teil, das vom Untermarkgräfler Sängerbund organisiert wurde. Über 250 Chöre mit 10.000 Sängerinnen und Sängern stellte in über 60 Konzerten ihr Können unter Beweis. Der MGV wurde besonders mit Lob bedacht, war er doch bei seinem Auftritt wieder mal der kleinste Chor: „..er beeindruckte mit blitzsauberen Einsätzen und Schlüssen…" und „… Ein wunderschönes Tenorsolo sang Branko Kovacic im slawisch gestalteten „Mädchen in der Heide". Das ganz große Plus dieses Chores war das auswendig Singen…", so die Presse in ihrer Berichterstattung.
Beim Frühjahrskonzert im Mai des gleichen Jahres erfuhr Dirigent Günther Enßle die erste Ehrung für sein „kurzzeitiges" Dirigenten-
Ein Höhepunkt im Vereinsleben war ein Auftritt in der Pauluskirche in Basel am 25. Dezember 1995. Wiederum der kleinste Chor heimste den größten Beifall ein. Fast 1000 Kirchenbesucher waren vom Vortrag des Männ ergesangvereines begeistert. Ein für alle aktiven Sänger ergreifendes Konzert.
Erstmalig konnte der Verein am 04. Oktober 1996 einen eigenen Vereinsraum beziehen. Bedingt durch Umbauten und Veränderungen in der ehemaligen Grundschule im Edenbach, hat die Gemeinde den Vereinen die Möglichkeit angeboten, sich dort Vereinsräume zu schaffen. Mit viel Eigenleistung wurde ein Raum so eingerichtet, dass man dort die Noten, die Vereinsakten und die Sänger während den Probenpausen unterbringen kann.
Ab 1996 sind die Gesangsproben im Bürgerhaus Edenbach.
Endlich ging es auch mit den Aktiven wieder aufwärts: 23 aktive Sänger zählte der Verein 1996, immer noch von der Wunschzahl 30 weit entfernt.
In der Generalversammlung im Januar 1997 gab Jürgen Mückei das Vorstandszepter an Rudi Asal weiter.
Das Frühjahrskonzert im Mai im Bürgerhaus Edenbach hatte einige denkwürdige Highlights: 1. Auftritt des Kinderchores in einem Konzert und als Gäste die Schwarzwälder Blasmusik. Zwischendrin lachten die Gäste Tränen wegen den zwei drolligen Riesenbabys Peter Brauneis und Klaus Schmidt, die zum Babysitter-
Die beiden folgenden Jahre standen schon ganz im Zeichen des 75-
Trotzdem blieb immer noch Raum für das normale Vereinsleben. Die Konzerte wurden vorbereitet und weitergeführt, mit Adolf Asal und Reinhard Orleth konnten 1998 sogar zwei Sänger für 50 Sängerjahre geehrt werden. Ausflüge wurden organisiert und die Verpflichtungen zu Ständchen und Gegenbesuchen bei Nachbarvereinen wurden eingehalten. Ein Platzkonzert 1998 fand am Samstag, 4. Juli beim Ehepaar Wagner in Lütschenbach statt. Die deutsche Fußballnationalmannschaft verlor an diesem Tag ihr Viertelfinalspiel bei der Weltmeisterschaft in Frankreich gegen Kroatien mit 0:3. Es war ein grausam schlechter „Kick" unserer Mannschaft. Nicht einmal die Unterstützung durch lautstarken Gesang wollte helfen.
Das Jubiläumsfest dauerte von Freitag, 02. Juli bis Montag, 05. Juli 1999. Es begann mit einem großen Festakt im Festzelt und einer Ausstellung im Vereinsheim. Am Samstag gab es den Auftritt der damals bekannten Gruppe „Popcorn" und Barbetrieb in einer karibischen Bar mit karibischen Bardamen (die Temperaturen waren während des gesamten Festes entsprechend), am Sonntag Auftritte von Gastvereinen und der Hauptattraktion, dem Alpenland-
Alles in allem ein Riesending, das perfekt organisiert war. Sogar das Wetter hat voll mitgespielt, wenngleich einige Gewitter und Sturzregen niedergingen, die auch Stromausfälle verursachten.
Was überaus positiv überraschte: Nach dem Fest haben sich die Sänger fast noch besser als vor dem Fest vertragen. Das konnte beileibe nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden…
Im Jubiläumsjahr 1999 hatte der Chor 22 aktive Sänger.
So das war‘s. Das Jahr 1999 war gelaufen, nein sogar das Jahrhundert war rum. Stimmt ja auch nicht ganz genau, das Jahrtausend war vorbei und der MGV war immer noch da. Immer noch voller Schwung, obwohl schon 75 Jahre alt.
Schaun’ mer Mal wie es im 21. Jahrhundert weitergangen ist.
2000-
Vollkommen unbeeindruckt von dem ganzen Trubel um den Sprung ins 21. Jahrhundert und damit in ein neues Jahrtausend, in eine ganz neue und moderne Zukunft, machte der MGV ganz einfach da weiter, wo er schon im abgelaufenen Jahrtausend Erfolge feiern konnte und gut und solide arbeitete. Es geht immer was! Traditionen werden fortgeführt. Überholtes wird abgeworfen. Neues wird ausprobiert, ein wenig improvisiert, geplant und abgewogen, viele Ideen wurden und werden geboren und umgesetzt. So wurde im Jahr 2000 unter der Trägerschaft der beiden Gesangvereine ein Schüler-
Unaufgeregt, kameradschaftlich und zuverlässig hält die Vorstandschaft auch in Zukunft das Schiff auf Kurs. Auf in die nächsten 75 Jahre, so hieß es zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Aber 100 Jahre MGV müssen es mindestens werden.
2002 war das Jahr der Großereignisse für den Männergesangverein: CD-
Im Jahr 2003 ließ es der Männergesangverein etwas ruhiger angehen. Im Maikonzert, das eigentlich Frühjahrskonzert heißen soll, wurde unser mit damals 74 Jahren ältester Sängerkollege Fritz Weltin aus Käsacker auf eigenen Wunsch aus dem Kreis der Aktiven verabschiedet.
Irgendwann wurde mal beschlossen, dass sich der MGV ein eigenes Festzelt, bzw. ein eigenes Gerüst für ein Festzelt zu tut. Zum Platzkonzert bei Fritz Weltin in Käsacker hatte das Zeltgerüst dann Premiere. Fast alle Sänger waren zur 1. Aufrichtung versammelt. Die Zeltbauer hatten wirklich ganze Arbeit geleistet. Ewald Kienzler hatte perfekte Beschläge geliefert und unter kundiger Anleitung von Markus Schleith und anderen erfahrenen Zeltbauern war das Gerüst ruckzuck aufgebaut und beplant.
Der Höhepunkt des Vereinsjahrs war das Konzert in der Kirche in Vogelbach am Totensonntag. Die Presse berichtete von einem „Mümpfeli" fürs Herz und fürs Gemüt und vom gekonnten Kontrast zum Cool-
Besonderes war noch, dass der Aufenthaltsraum im Bürgerhaus Edenbach mit einem neuen Tisch, pardon mit einer fürwahr prächtigen Tafel, ausgestattet wurde: Gut vier Meter lang und aus massivem Douglasienholz. Das Holz wurde von Sänger Jürg Dörflinger gestiftet, der Tisch von der Schreinerei Wetzel in Käsacker konstruiert, hergestellt und geliefert.
Beim Frühjahrskonzert 2004 hatte der Schüler-
Danach konnte Ehrenvorstand Otto Moos für seine über 40-
Lange Jahre pflegte der Männergesangverein eine liebgewordene Tradition: Jeden Heiligabend waren die Sänger am späten Nachmittag Gäste in der Reha-
Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2005 gab es einen Führungswechsel beim MGV, erst der Vierte in über 40 Jahren. Rudi Asal übergab das Amt des 1. Vorstandes an den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Markus Schleith.
Im März 2005 startete Dirigent Günther Enßle MIX – „Männer-
Im Jahr 2005 hatte der Chor erstmalig 30 aktive Sänger.
Alter Tradition folgend hat der MGV 2006 in Vogelbach eine Sängerlinde gepflanzt. In einem kleinen Festumzug ging es durch Vogelbach unter dem Motto „Lindenfest -
Nach einem Konzert 2002 wurde ab dem Jahr 2007 regelmäßig die Stockberghalle in Marzell Veranstaltungsort für das Frühjahrskonzert. Die Stockberghalle wurde schon deshalb gewählt, weil in diesem Jahr ein recht großer Gesangverein zu Gast war (Gesangverein Buch bei Albbruck) und befürchtet wurde, dass der Platz im Bürgerhaus Edenbach nicht ausreichen würde.
Ungewöhnlich in diesem Jahr war, dass sowohl ein Vereinsausflug und das Konzert am Totensonntag stattfanden. Der Vereinsausflug führte nach Italien, nein, nach Südtirol. Besichtigungen und ein Konzert in der Kirche in Latsch standen auf dem Programm, viele hohe Berge und noch mehr Äpfel. Gutes Essen und guter Wein.
Die seit 1999 bestehende Homepage www.mgv-
Immer wieder mal was Neues: Im Jahr 2008 wurde beim Frühjahrskonzert gejodelt. Der Schweizer Jodler-
Auch das war 2008: Ein Chor aus Estland unter der Leitung von Prof. Thomas Wiedenhofer, Kandern, der im Rahmen einer Konzertreise in der Region unterwegs war, hatte seinen Abschluss im Gasthaus Hirschen in der Gemeinde. Durch gute Kontakte gelang es, den estnischen Chor während seines Aufenthalts mit ein paar Liedvorträgen zu unterhalten. Die Profis waren sehr angetan und nicht wenig beeindruckt von der Leistungsfähigkeit unserer kleinen Truppe. Sogar gemeinsam wurde noch gesungen. Ein gelebtes „Musik kennt keine Grenzen".
Herausragend war im Jahr 2009 das Konzert am Totensonntag. Die Zeitungen berichteten: „Mit andächtigen, aber auch wohlklingenden und harmonischen Liedvorträgen führte der Abend zu Momenten der Besinnung und zugleich zum Aufbruch in die herannahende Adventszeit." Etwas ganz besonders war die Ehrung von Dirigent Enßle für sein 25-
Am 2. Juli 2010 war Fußball-
Im Herbst 2010 ging der Chor mal wieder ins Ausland, nach Chiemsee/Bayern. Wie üblich auf den Reisen, ist immer irgendwo ein Gastspiel eingeplant. Diesmal in einem typischen bayrischen Gasthaus gemeinsam mit einem einheimischen Chor.
Im Jahr 2011 besuchten sechs Sänger und Dirigent ein Volksliedersingen im Münstertal. Alles im Dienst der Werbung für den Chorgesang und dem Werben um neue Sänger.
Der nächste Schritt war dann schon gleich 2012 im Rahmen einer Veranstaltung, die da „Klingendes Gasthaus – Blasmusik & Volkslieder" hieß. Gemeinsam traten die Schwarzwälder Blasmusik und der Männergesangverein Vogelbach-
Nachdem eine Reise nach Russland aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden konnte, wurde eine Nummer kleiner geplant. Es sollte zwar auch in den Osten gehen, genauso exotisch und fremd sein, aber nicht ganz so weit weg und irgendwo hin, wo man vom Grundsatz her eine zumindest ähnliche Sprache spricht: Berlin, die Bundeshauptstadt war das Ziel. Vorgesehen waren Besichtigungen von Reichstag, Bundeskanzleramt, Gedenkstätten und Gasthäusern und ein kleines Konzert vor dem Französischen Dom am Gendarmenmarkt. Zum kleinen Konzert am Französischen Dom musste der Chor unter das Eingangsdach, weil es plötzlich regnete. Aber keiner rechnete mit der Unerbittlichkeit der Preußen. Kaum war ein Lied gesungen, stand schon eine nette junge Dame da, die nach einer Erlaubnis fragte. Natürlich hatten wir die nicht. Trotz erklärender Worte, dass man sich um eine solche bemüht habe, es aber aufgab, weil es hoch kompliziert und auch mit Gebühren verbunden war, ließ sich die Dame nicht erweichen und man musste weg. Kurzerhand stand der Chor vor den Dom ins Freie und es wurde eben dort weitergesungen. Viele Leute blieben stehen und lauschten dem Gesang. Sie spendeten herzlichen Beifall und viele hielten trotz des Regens ziemlich lange aus. Im weiteren Verlauf der Chorreise konnten wir noch im Reichstag (Über den Wolken) und im Bundeskanzleramt (Freude in Ehren) Lieder zum Besten geben.
Zusammen mit den Chören Temporal und ConSonanten aus Müllheim wurde in der evangelischen Kirche in Kandern im November 2012 ein denkwürdiges und sehr eindrucksvolles Konzert unter dem Motto „Come together" gegeben. Die drei Chöre sangen ganz unterschiedliche Musikstile, doch alle überzeugten und begeisterten. „Wir alle sind Engel füreinander" – damit eröffnete eine kleine Sängergruppe des Männergesangvereins das Konzert. Für dieses Konzert hatten sich bewusst drei Chöre zusammengetan, die in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen zu Hause sind.
2014-
Die zehn Jahre seit dem 90-
Hier erfolgt nun ein Rückblick auf die letzten zehn Jahre, die mit den Feierlichkeiten zum 90-
Schnell wurde für jedes Ereignis ein Motto gefunden:
• Männergesangverein Vogelbach-
und
• Männergesangverein Vogelbach-
Weil die Vorstandschaft allein mit der Organisation der beiden Vorhaben an ihre Leistungsgrenze gestoßen wäre, haben sich alle Beteiligten entschlossen, ein Organisationsteam einzusetzen.
Es waren insgesamt 22 Sitzungen des Orga-
Nach der Eröffnung folgte alsbald das erste Highlight mit den „Ursprung Buam" aus Tirol. Das Zelt war vollbesetzt und die Stimmung war riesig. Der Samstagabend war der Jugend vorbehalten, am Tag war kein Festbetrieb. Die SWR3 DanceNight war ebenfalls ein voller Erfolg.
Der Sonntag stand erst einmal ganz im Zeichen des Chorgesangs. Acht Gastchöre brachten am Nachmittag ihre Darbietungen in einem vollbesetzten Festzelt.
Am Abend dann die letzten Highlights: Die „Knastbrüder" aus Schopfheim und die Motorsägentombola. Was die beiden „Knastbrüder" Jeannot und Christian, geboten haben, war schon beeindruckend. Mundart und Chansons, eben eine gute Mischung.
Dann der Knüller, die von Rudi Asal zum Laufen gebrachte Motorsägentombola. Unglaublich, wie viele Lose dafür verkauft wurden, und wo die Loskäufer überall herkamen. Sogar im Radio wurde auf die Tombola hingewiesen. Die Motorsägen steckten während des gesamten Festes in einem riesigen Baumstamm, der eigens dafür nach Malsburg geschafft wurde.
Auch Anekdötchen gab es einige, sie alle zu erzählen würde aber den Rahmen sprengen. Nur eines sei kurz erwähnt: Da rannte ein Sänger wie wild über den Festplatz und im Festzelt herum und fragte jeden, dessen er habhaft wurde, ob er denn seinen Autoschlüssel irgendwo gesehen habe, dieser sei weg, wie vom Erdboden verschluckt, und er könne sich das überhaupt nicht erklären. Wenig später verschlug es einen anderen Sänger auf den Parkplatz. Er wollte in seinem Auto etwas holen. Wie es der Zufall wollte, standen des Schlüsselsuchers Auto und das andere Sängerauto nebeneinander. Der andere Sänger hörte ein Geräusch, als er zu seinem Auto kam. Er konnte das erst gar nicht so richtig zuordnen, bis er merkte, dass es das Motorengeräusch des Nachbarautos war. Kurzum, der vermisste Schlüssel steckte im Zündschloss und der Motor brummte friedlich vor sich hin.
Irgendwann war dann die Luft raus und das Fest war vorbei. Leider. Oder Gott sei Dank. Je nach Standpunkt. Es war auf jeden Fall ein denkwürdiges Fest und es hat allen, auch den Machern und Helfern, viel Spaß gemacht.
Der beim 90-
Im September 2014 fand dann im Bürgerhaus Edenbach eine Scheckübergabe an verschiedene Förderprojekte aus Anlass des 90-
Krönender Abschluss des Jubiläumsjahres war das Konzert am 09. November 2014 in der Nikolauskirche in Vogelbach. Damit wurden auch die Feierlichkeiten zum 90-
Auch ein seltenes Sängerjubiläum stand an diesem Abend an: Reinhard Orleth, seit mehr als 65 Jahren aktiver Sänger im 2. Bass, konnte von dem Präsidenten des Untermarkgräfler Chorverbandes (UMCV) mit der „Goldenen Ehrennadel" des Badischen Chorverbandes (BCV) nebst einer Urkunde ausgezeichnet werden.
Und ein weiteres wichtiges Ereignis aus dem Jahr 2014 soll nicht unerwähnt bleiben: Im April 2014 durfte sich der Chor über unerwartete Früchte seiner Arbeit freuen: für das Konzert „Begegnung", das 2013 in der Marzeller Martinskirche stattgefunden hatte, wurde der Chor mit der Badischen Chorprämie ausgezeichnet, die sich auf 1500 Euro belief.
Unter dem Motto „Singen bewegt" hatte der MGV Ende Oktober 2013 zu einem Herbstkonzert eingeladen. Hierbei ergänzten sich Männergesang, Erzählungen von Professor Jürgen Brodwolf über sein künstlerisches Wirken in der evangelischen Kirche Marzell und die Erläuterungen des örtlichen Historikers Fred Wehrle zur Kirchengeschichte im Oberen Kandertal und speziell zur Geschichte der Marzeller Martinskirche. Das Konzept wurde von der Jury als vollkommen stimmig bewertet, weil ihm „die großartige Idee zugrunde lag, Menschen im trüben Herbst eine niveauvolle Begegnungsmöglichkeit zu bieten", wie es hieß.
Am 27. April 2014 war es dann so weit. Die Sänger um den Vorsitzenden Markus Schleith und Dirigent Günther Enßle konnten die Chorprämie im Rahmen der Chorversammlung des Badischen Chorverbandes in Baden-
2015 gab es einen Wechsel in der Vorstandschaft. Bei der Jahreshauptversammlung am 12. Januar 2015 im Malsburger Hirschen hat Stefan Wetzel die Vereinsführung von Markus Schleith übernommen.
Der erste Höhepunkt in diesem Jahr war ein Vereinsausflug nach Vorarlberg. Auf Einladung von Ehrenmitglied und Gönner Hans Wechlin, wurde dem Chor der Ausflug ermöglicht. Trotz schlechtem Wetter und noch schlechterer Sicht auf dem Pfänder, dem Bregenzer Hausberg, war es ein Ausflug, der Allen in schöner Erinnerung bleiben wird.
In diesem Jahr wurden erstmals Termine für „Singen im Wirtshaus" eingeplant. Damit wollte der Verein Sängerwerbung betreiben.
Der erste Termin war am 22. März in der „Krone" in Kaltenbach. Das Wirtshaus war bis auf den letzten Platz besetzt. Eine bunte Mischung von Neugierigen aus der Gemeinde und von außerhalb hatte sich eingefunden. Texte der Lieder wurden verteilt, und jeder konnte sich aus dem dort abgedruckten Repertoire etwas wünschen. Abgerundet und ergänzt wurde das Ganze noch durch Markus Kern, der mit seiner Gitarre die Sängerinnen und Sänger begleitete. Fast ohne Unterbrechung wurde das Textbuch rauf und runter gesungen. Es war ein munterer und kurzweiliger Abend, der nach Wiederholung verlangte.
Weitere Wirtshaussingen fanden in Malsburg im „Hirschen" und im „Kranz", in Vogelbach im „Maien", in Sitzenkirch im „Engel", in Stockmatt im „Waldhorn", in der „G’meistube Marzell" sowie nach der Corona-
Neben dem alljährlichen Frühjahrskonzert, das ganz „im Zeichen der Liebe" stand, und dem Mitwirken beim Gottesdienst am 2. Christtag, wirkte der Chor bei diversen Jubiläumsveranstaltungen (Gesangverein Feuerbach, Frauenchor Neuenburg, Gesangverein Feldberg) mit. Außerdem fand bei Markus und Sabine Schleith in Vogelbach ein Platzkonzert statt, das eine Überraschung bot: Nils Wetzel mit seiner Gitarre begleitete Günther Enßle bei zwei Uralt-
Das bereits 10te Probenwochenende in Häg-
Der Chor folgte in diesem Jahr einer Einladung durch den Männergesangverein Untermünstertal 1888 e.V. ins Münstertal. Außerdem wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten der „Löblichen Schützengesellschaft 1816 in Kandern" mitgestaltet. Das Platzkonzert fand in diesem Jahr bei Familie Weltin im Käsacker statt.
Das Highlight im Jahr 2016 war eine Chorreise im Oktober nach Murnau im Werdenfelser Land. Der Chor logierte im Hotel und Gasthaus „Griesbräu". Neben einer Stadtführung stand ein Besuch bei Bayerns Haupt-
Nach dem erfolgreichen Konzert am Ewigkeitssonntag in der Vogelbacher Kirche fand im Dezember ein Konzert in der G’meistube in Marzell statt unter dem Motto „Wer singen will, findet immer ein Lied". Der Chor wollte an diesem Abend auf seine Art und Weise unterstützen und gleichzeitig mit seinem Besuch dem Team der „G’meistube" für seine Arbeit in der Gemeinde danken.
Neben dem Maikonzert und den Liedvorträgen beim Mitwirken anlässlich des 75-
Nach dem plötzlichen und für alle überraschenden Tod des langjährigen Schriftführers Horst Reichl im Oktober 2017 hat Markus Kern den Schriftführerposten übernommen.
Das Adventssingen in den Reha-
Die alte Sängerlinde, gepflanzt 2006, befand sich bisher im Dorfkern von Vogelbach auf einem privaten Grundstück. Leider war sie in keinem guten Zustand. Ehrenmitglied Hans Wechlin hat deshalb eine neue Linde gestiftet und diese wurde am 20. März 2018 von ein paar fleißigen Sängerkollegen, nach Absprache mit der Gemeindeverwaltung, beim „Lindenbückle" gepflanzt. Sie steht dort bis heute und wird gut gepflegt.
Zweimal rückte der Chor in diesem Jahr aus um nach der Bürgermeisterwahl, Gerd Schweinlin war nicht mehr zur Wahl angetreten, dem neuen Bürgermeister ein Ständchen zu bringen. Zuerst am 15. April und dann nochmal am 29. April, weil im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit bekommen hatte.
Beim Maikonzert 2018 wurde Reinhard Orleth für 70 Jahre aktives Singen im Chor geehrt. Eine solche Ehrung kann nicht alle Tage vollzogen werden. Außerdem geehrt wurden Jürg Dörflinger für 50 Jahre und Markus Schleith für 25 Jahre aktives Singen. Anschließend wurden Reinhard Orleth und Branko Kovacic aus dem aktiven Chorbetrieb verabschiedet.
Auswärtsauftritte hatte der Verein in diesem Jahr beim Jahreskonzert des Gesangvereins Binzen und beim Pfarrgartenfest des gemischten Chor Auggen. Das Platzkonzert fand wieder einmal bei Familie Weltin in Käsacker statt.
Im Juni trat der Chor bei der Verabschiedung von Bürgermeister Gerd Schweinlin auf und sang ihm zu Ehren „Schön isch es g‘si" – eine alemannische und textlich angepasste Version von „Heimweh".
In diesem Jahr stand wieder eine Chorreise an. Im Hotel „Jägerhaus" in Madenreute, einem Ortsteil von Meckenbeuren, wurde ein geeignetes Domizil gefunden. Die Reise war super geplant und organisiert vom 2. Vorstand Reinhard Winkler, der sich auch dieses Mal wieder „voll ins Zeug" gelegt hatte. Erstes Ziel war das Hopfenmuseum in Tettnang mit Mittagessen und einer Führung durch das Museum. Am Abend, nach Hotelbezug und Nachtessen kam der Männerchor „Harmonia Meckenbeuren" zu Besuch ins Hotel. Es wurde ein gelungener Abend mit vielen Liedern, die teilweise auch zusammen gesungen wurden. Unsere Frauen und die mitgereisten Gäste haben uns kräftig unterstützt.
Am Sonntagmorgen durfte der Chor den Gottesdienst in der kath. Kirche in Ailingen mit zwei Liedern begleiten. Anschließend an den Gottesdienst wurde noch ein kleines Konzert mit sechs Liedern gegeben. Das nächste Ziel war anschließend das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen. Von dort aus ging es weiter nach Meersburg, wo der Nachmittag zur freien Verfügung stand. Am Montag war nach dem Frühstück Start nach Friedrichshafen. In Friedrichshafen standen wahlweise das Zeppelinmuseum oder das Schulmuseum zur Besichtigung auf dem Programm.
Nach der Besichtigung bestieg die ganze Gesellschaft den Bodensee-
Die Heimreise am Dienstag nach dem Frühstück führte am Bodensee entlang. Jedoch mit Zwischenstopps. So wurden in der bekannten Barockkirche Birnau noch drei Lieder gesungen, was den zahlreich anwesenden Touristen offensichtlich gefallen hat und der Chor spontan mit Applaus bedacht wurde. Auf der Rückfahrt bekam auch das Apfelzügle noch einen Besuch abgestattet.
Im Jahr 2019 gab es neben zwei Wirtshaussingen und dem Probenwochenende für das Maikonzert einen Gastauftritt bei der Chorgemeinschaft Schallstadt-
Ein legendäres Platzkonzert fand bei Rudi und Christel Asal in Vogelbach statt, legendär vielleicht auch deshalb, weil es für längere Zeit das letzte sein sollte. Es passte einfach alles: Die schöne Umgebung, der laue Sommerabend, die gut gemixten Aperol-
2020 fand noch ein Wirtshaussingen im „Engel" in Sitzenkirch statt.
Am 10. März 2020 mussten dann schlagartig alle Vereinsaktivitäten wegen der begonnenen weltweiten Corona-
Bis Mitte Juli 2020 war absoluter Stillstand. Dann fand eine Vorstandsitzung auf der Terrasse bei Frank Kreiter statt. Alle Vorstandsmitglieder waren sich einig, dass wieder Singstunden stattfinden sollen. So wurden diverse mögliche Örtlichkeiten für die Durchführung besprochen. Man einigte sich auf den Hof der Schreinerei Wetzel im Käsacker für die erste Singstunde. Es musste ein Hygienekonzept erarbeitet, bei der Gemeindeverwaltung vorgelegt und von dieser genehmigt werden. Die Sänger wurden informiert. Es war klar, dass eine Teilnahme nur freiwillig und auf eigene Verantwortung möglich war. Das Hygienekonzept wurde von der Ortspolizeibehörde freigegeben, und so konnte am 30. Juli 2020 die erste Singstunde in der Coronazeit stattfinden. 13 Sänger hatten spontan zugesagt und teilgenommen.
Es war sehr ungewöhnlich. Alle auf Abstand sitzend, Maske tragend bis zum Platz, eigener mitgebrachter Stuhl, selbst mitgebrachte Getränke und kein gemütliches Beisammensein am Schluss, wie sonst üblich. Aber, es war wunderbar, wieder gemeinsam singen zu können und alle Anwesenden waren mit Begeisterung dabei.
Ende Oktober 2020 war der Chor dann wiederum gezwungen, wegen der erneut stark angestiegenen Infektionszahlen die Singstunden einzustellen, alle geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden.
Erst nach schier unendlich empfundener, monatelanger Pause konnte danach am 8. Juli 2021 der Probenbetrieb wieder aufgenommen werden, jedoch auch nur mit Einschränkungen. So fanden die Proben zunächst in der Vogelbacher Kirche statt. Als Dank an die Kirchengemeinde richtete der MGV das Bänkchen vor der Kirche wieder her, das doch sehr in die Jahre gekommen war.
Ab Ende August 2021 wurde wieder im angestammten Probenlokal im Bürgerhaus Edenbach gesungen. Wegen der immer noch vorhandenen Ansteckungsgefahr wurde jedoch die ganze Halle genutzt, damit den einzelnen Sängern genügend Abstand zur Verfügung stand.
Da während der Corona-
Ende November 2021 wurde die Corona-
In einer Vorstandsitzung im Februar 2022 wurde beschlossen, dass Anfang März die Singstunden wieder beginnen sollen. So wurde ab dann wieder im Bürgerhaus Edenbach geprobt. Es war schön festzustellen, dass der Chor nach wie vor gut bei Stimme war und nur ein Sänger nicht mehr aktiv mitsingen wollte.
Endlich konnte auch wieder ein Probenwochenende unter dem Motto „Klangwerkstatt" im April in Fröhnd-
Nach ein paar Geburtstagsständchen, Totenehrungen und der Einladung von Dirigent Günther Enßle anlässlich seines 75. Geburtstags, war ein großer Auftritt am 09. Juli 2022 beim Festival der Chöre anlässlich des 150-
Dem SV Malsburg-
Nach längerer Zeit sollte in diesem Jahr wieder einmal eine gemeinsame Unternehmung mit Anhang stattfinden. Am Morgen des 03. Oktober fand noch eine Probe im Hinblick auf die anstehende Tonträgeraufnahme statt. Am Nachmittag ging es dann mit dem Bus nach Fahrnau, wo Anita und Ingmar Kirschner, aktiver Sänger, ihre Firma vorstellten. Hierbei konnte man einiges über Hydraulikschlauch-
Die sehnlichst erwartete und auf Anfang Dezember 2022 terminierte Tonträger-
Neue Sänger zu bekommen wird seit Jahren immer schwieriger. Deshalb gab es verschiedenste Überlegungen, wie eine Sängerwerbung sinnvoll angegangen werden könnte. Die Idee war, eine „Offene Chorprobe".
Im Vorfeld wurde in den Zeitungen dafür geworben und es wurden Flyer verteilt. Ziel war es, allen möglichen Personen die Möglichkeit an der Teilnahme einer Chorprobe zu bieten ohne sich als Sänger gleich verpflichtet zu fühlen. Die Hoffnung war natürlich, dass ein paar neue Sänger gefunden werden. Es kamen dann auch 4 Männer und 2 Frauen in die Singstunde und haben kräftig mitgesungen. Leider ergab sich aus dieser Aktion kein Neuzugang.
Zur Vorbereitung der im Jahr 2024 anstehenden Feierlichkeiten zum 100-
Im Weiteren ist im Jubiläumsjahr für 03./04. August 2024 unter dem Motto „Die Feier" ein größeres, zweitägiges Fest in und um die Stockberghalle Marzell geplant. Unter dem Motto „Das Finale" sollen die Feierlichkeiten mit einem weiteren Konzert am 24. November 2024 in der Vogelbacher Kirche mit Überreichung der vom Bundespräsidenten verliehenen ZELTER-
Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2024 ging eine Ära zu Ende. Walter Osswald gab nach sage und schreibe 35 Jahren das Amt des Rechners, das er all die Jahre in hervorragender und vorbildlicher Art und Weise ausgeübt hatte, ab. Zum Nachfolger wurde Werner Roßkopf gewählt. Walter Osswald bleibt dem Vorstand als Aktivbeisitzer erhalten.
Im März machte sich eine Abordnung des Vorstandes auf den Weg in die über 700 Kilometer entfernte Stadt Rheine (NRW), wo im Rahmen eines Festaktes einem dort ortsansässigen Verein stellvertretend für alle Vereinsjubilare im Jahr 2024 durch Kulturstaatsministerin Claudia Roth, in Vertretung des Bundespräsidenten, die ZELTER-
Nach einem erneuten Probenwochenende in Fröhnd-
Das Ziel, das „100-